EN | IT | DE
 
Pläne der renovierten Zimmer
site map | webcam | kontakt Hotel Broschüre download pdf < ZURÜCK ZUR HOMEPAGE
Ankunft Nacht Zimmer Erwachsene Kinder

 

Reservierung online
Packette und Angebote
Das Hotel
GeschichteFotos und PostkartenPresse
Standort
Unterkunft
Das Golfhaus
Erholung & Sport
Gesundheit & Wellness
Konferenzen & Meetings
Veranstaltungen
Anfahrt
Kontakt
Maloja Club
Geschichte

1880 besuchte der belgische Graf Camille de Renesse, welcher mit der wohlhabenden Malvina de Kerkove von Denterghem verheiratet war, das Engadin und entwickelte dort seine Vision eines extravaganten Urlaubsresorts inmitten des Kantons Graubünden.
 
Er erwarb 140 Hektar Grundstück in Maloja und begann 1882 unverzüglich mit dem Bau des Hotels Kursaal de la Maloja. Gut 500 Arbeiter führten die Pläne des Architekten Jules Rau aus und auch ansonsten war es ein sehr ehrgeiziges Projekt. In einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung von damals heisst es:
 
Das Grandhotel sollte ein zentrales Herzstück sein, umgeben von exklusiven Villen, kleinen Hotels, Restaurants, Spas, zwei Kirchen und über allem wachend, die Residenz des Grafen, deren Turm auch heute noch zu besichtigen ist.
Hinzu kam ein Golfplatz, ein Reitsportbereich, Dampfschiffe auf dem Silser See, eine Skischanze und eine Eislaufbahn. Vervollständigt werden sollte das Sportlerparadies durch einen repräsentativen Bahnhof, der die bequeme Anbindung an die internationale Zugstrecke Paris-Mailand-Innsbruck-Wien via Comer See und den Malojapass ermöglichen sollte. Dazu kam es aus finanziellen Gründen jedoch nie.
Das Interieur des Grand Hotels wurde nach den neuesten technischen Standards ausgestattet. Mehrere Aufzüge, was für damalige Verhältnisse sensationell war und ein sehr komplexes Luftzirkulationssystem, welches jedes einzelne Zimmer mit heilsamer Luft versorgte, wurden installiert. In der Eingangshalle wurde sogar eine Ozon erzeugende Apparatur aufgestellt, da mit Ozon angereicherte Luft damals als sehr gesund galt. Nur das Beste und Teuerste war dem Grafen gut genug.
 
Nach zwei Jahren Bauzeit öffnete das Grandhotel schliesslich im July 1884 unter dem Namen ”Kursaal Maloja” seine Türen. Zur Eröffnungsfeier fanden sich Adlige aus aller Welt ein, vom russischen Prinzen Kotschubey über die Esterhazy aus Wien bis hin zur preußischen Gräfin York von Wartenberg.
 
Die Freude über die Eröffnung sollte jedoch nur kurz weilen, denn 2 Monate später verstarb die Gattin des Grafen plötzlich. Des weiteren wurde die Schweizer Grenze geschlossen, da sich in Italien die Cholera rasch ausbreitete, und schon im Dezember stand der Graf vor dem Bankrott.
In den nun folgenden Jahren wechselte das Hotel häufig seine Direktoren und Besitzer.
 
Dem Konkurs des Grafen zum Trotz blieb das Hotel Kursaal Maloja ein Bezugspunkt für Europas Geldadel. 250 Zimmer, ein Speisesaal in dem bis zu 500 Gäste Platz fanden, ein separates Restaurant, eine Frühstückshalle, ein Wintergarten, ein Raucherraum, Räumlichkeiten für Geschäftsverhandlungen, sogar eine hoteleigene Zeitung standen dem mondänen Gästeklientel zur Verfügung. Das Unterhaltungsprogramm war ebenfalls auf das anspruchsvolle Publikum zugeschnitten und nicht selten wurden für Konzerte und Opernbälle die Ensembles und Orchester der Scala di Milano oder gar der Metropolitan Opera New York engagiert. Das Hotel besaß sogar einen damals noch sehr seltenen und sündhaft teueren Kinoprojektor. Gerüchten zufolge soll ab und an der komplette Ballsaal geflutet und zum Schauplatz einer venezianischen Nacht mit Gondeln geworden sein. Die blühendste Periode kam jedoch als Sir Henry Lunn das Hotel 1925 kaufte und es in “Maloja Palace Hotel” umbenannte.
 
Im Gästebuch findet man neben den ersten beiden Gästen, dem Grafen Camille de Renesse und seiner Gattin, Adel und Prominenz aus der ganzen Welt: Sir Arthur Conan Doyle (der Autor von Sherlock Holmes), Graf Ferdinand von Zeppelin, Lady Churchill und Mac Namara und viele mehr.
 
Nach dem zweiten Weltkrieg stand das Hotel leer, bis eine belgische Regierungsorganisation das Hotel 1957 kaufte und als Feriencamp für Jugendliche benutzte.
2006 erwarb der italienische Investor Amedeo Clavarino das Maloja Palace mit der Vision an die glamourösen Zeiten anzuknüpfen und einen Ort zu schaffen, an dem den Gästen eine Symbiose aus Schönheit, Entspannung und Outdoor Aktivitäten geboten wird. Heutzutage ist das Maloja Palace Startpunkt für eine der wichtigsten Sportveranstaltungen der Schweiz, dem Engadiner Skimarathon.
 

Amedeo Clavarino setzt sich leidenschaftlich für den Umweltschutz ein. Seine Stiftung Ambiente Milano www.ambientemilano.it  kümmert sich intensiv um die Luftverbesserung in Mailand. Er unterstützt zudem zahlreiche globale Initiativen zur Verbesserung der Lebensqualität in europäischen Großstädten. Auch die laufende Sanierung und Renovation des Maloja Palace zielt darauf ab den gesamten Hotelkomplex CO2-neutral funktionieren zu lassen.
Copyright © 2009 - all rights reserved - Hotel Maloja Palace, CH-7516 Maloja | credits